Tuba Sarica
Integration · Islamkritik · Weltgeschehen

19.03.2017

Die Parallelgesellschaft ist rassistisch

Die Türken in Europa haben ein gewaltiges Rassismus-Problem. Das ist für mich, die eine deutschtürkische Verwandtschaft hat, nichts Neues.

Dieses peinliche Phänomen ist so unangenehm, dass wir es in der deutschen Öffentlichkeit bisher weitestgehend versucht haben, nicht anzusprechen. Der stereotypische Deutschtürke tut es natürlich auch nicht, weil er nicht als Rassist entlarvt werden möchte. Wäre ja auch ganz schön blöd, wenn die Öffentlichkeit erkennen würde, dass man eine Fremdenfeindlichkeit pflegt, die zum Himmel stinkt, während man mit dem Finger auf den bösen deutschen Nazi zeigt, der natürlich immer an allem schuld ist. Die Opferrolle ist einfach viel zu bequem, um sie zu verlassen.

Wissen Sie, dass der Rassismus ein fester Bestandteil in der deutschtürkischen Parallelgesellschaft ist? Dass sie von ihm lebt? Sich von einem Gegeneinander nährt? Der Rassismus gegen alles Deutsche, alles Europäische, alles Christliche, alles Westliche. Der Rassismus der Parallelgesellschaft ist flächendeckend, allgegenwärtig und alltäglich.

In meiner Verwandtschaft weiß man, wie ich zu Deutschland stehe: stets solidarisch und verteidigend. Wenn ich nach Hause komme, wird deswegen erst einmal versucht, mich davon zu überzeugen, wie schrecklich und böse Deutschland doch ist. "Der Deutsche kommt!", hieß es, wenn sie meine kleine Cousine davon abhalten wollten, auf die Straße zu laufen. Das sollte lustig sein.
Meine Tante prahlt gerne mit ihrem guten Deutsch und hat auch noch mehr Geschichtswissen als der durchschnittliche Deutsche, womit sie gerne hausieren geht. Zu Hause aber nennt sie Europäer "dreckige Griechen". Das macht sie vor ihrer Tochter, die eigentlich in der Schule integriert ist und ihre deutschen Freunde liebt. Leider wird auch in sie die Fremdenfeindlichkeit gepflanzt.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich ein schlauer bzw. ein sich für schlau haltender islamistischer Politiker diesen Rassismus zunutze macht, um die Stimmen der dummen muslimischen Wähler in Deutschland und Europa für sich einzuheimsen. Kurzfristig gesehen geht der pfiffige Plan Erdogans natürlich auf: die rasende Fremdenfeindlichkeit der Türken in Europa nutzen und sie zum Nichtintegrieren motivieren, um so immer mächtiger zu werden, weil man ja sonst nichts Wertvolles zu bieten hat – Mut zur Ehrlichkeit, zum Beispiel. Da freut der Türke sich, der sich weiter über die Gemütlichkeit der Opferrolle freuen darf. Natürlich wählt er lieber Erdogan statt jemanden, der ihnen sagt, er solle sich bitte etwas mehr Mühe im Leben geben.

Bald wird ein Wahlwerbespot der AKP im türkischen Fernsehen laufen. Die Propaganda wird folgendermaßen aussehen: Ein Fußballstadion – zwei Mannschaften: eine türkische, eine europäische. Der Zuschauer beobachtet, wie die türkische Mannschaft permanent gefoult wird und der Schiedsrichter diese Fouls nicht abpfeift, also stets auf der Seite der europäischen Mannschaft steht. Irgendwann prescht sich ein mutiges, türkisches Mädchen auf das Spielfeld und zeigt Europa die rote Karte.
Dieser Werbespot wurde bereits Anfang Februar gedreht, also vor der Hassrede des türkischen Außenministers in Deutschland und den Ausschreitungen in Holland. Opferrolle goes Hollywood.

Langfristig gesehen läutet dieser angebliche Schachzug aber das Scheitern der islamistischen Politik der momentanen Türkei ein. Denn Europa wird nun erkennen und akzeptieren müssen, dass die türkische Parallelgesellschaft, besonders verbreitet in Deutschland, Holland, Frankreich, Österreich und der Schweiz, einen Rassismus pflegt, dem wir uns anfangen müssen anzunehmen. Wir werden anfangen müssen, NEIN zu sagen. NEIN zum Sturz der Demokratie in der Türkei und NEIN zur Manipulation unserer eigenen Bürger.
Ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht, ob es nicht falsch war, die Kundgebungen in Holland zu verbieten. Ich habe mit Freunden diskutiert. Ob wir als Europäer meiner rassistischen Verwandtschaft mit dem Verbot der Kundgebungen in Holland nicht eine Freude gemacht haben. Denn sie wollen uns scheitern sehen. Unsere Demokratie scheitern sehen, damit sie ein besseres Gewissen haben können, dass sie eine Diktatur unterstützen und sich gleichzeitig als Demokraten verstehen wollen. Wir als Europäer müssen ihnen zeigen, wie es richtig geht, statt uns provozieren zu lassen.
Eine Verwandte postete Folgendes auf Facebook: "Ab heute ist die europäische Demokratie ein erfundenes Märchen".

Ich war immer und bin immer noch der Meinung, dass wir anderen Teilen der Welt als Vorbild vorangehen und uns nie dazu provozieren lassen, unsere demokratischen Rechte fallen zu lassen. Doch das tun wir nicht, wenn wir rassistische Propaganda verbieten. Gerade die dürfen wir uns nicht gefallen lassen. Dann sind wir Europäer. Dann sind wir Vorbilder.
Wir sind gebrannte Kinder. Uns hat bereits eine rassistische Regierung in den Krieg gestürzt. Wir haben gelernt. Wenn die Demokratie gefährdet wird, dann ist das eine klare Grenze, deren Duldung nicht in unsere freiheitlich demokratische Grundordnung passt.
Wir sind zu Recht vorsichtig darin, anderen vorschnell Rassismus vorzuwerfen. Aber die letzte AKP-Hassrede ist endgültig Beleg genug für diese Annahme.

Holland hat damit angefangen, NEIN zu sagen. NEIN zur gefährlichen Maschinerie der sich modern gebenden und uns damit irreführenden türkischen Islamisten. NEIN im Kontrast zur blinden Masse, die damals Hitler zugejubelt hat und heute Erdogan ihr JA zuruft. Unsere Toleranz hört da auf, wo Intoleranz propagiert wird. Holland hat richtig gehandelt. Lasst uns anfangen, NEIN zu sagen!