Tuba Sarica
Integration · Islamkritik · Weltgeschehen

18.02.2017

Diktatur im Schafspelz

Heute ist wieder einmal Recep Tayyip Erdogan, der große Star der deutschtürkischen Parallelgesellschaft im Körper eines unbedeutenderen Ministerpräsidenten nach Deutschland gekommen, um die Naivität des treudoofen türkischen Gastarbeiters für die geplante Diktatur und folglich für die Todesstrafe zu begeistern. Die Todesstrafe für diejenigen, die sich der islamistischen Diktatur nicht unterordnen.

Binali Yildirim ist deswegen unbedeutend und sein Name eigentlich nicht nennenswert, weil er nur als Platzhalter auf Zeit den Posten des Ministerpräsidenten der Türkei übernommen hat, mit dem Wissen, dass Präsident Erdogan vorhat, dieses Amt aus der Verfassung zu streichen. Yildirim hat eingewilligt, sich dem Sultan unterzuordnen, und sein Amt, wenn es soweit ist, zu verlassen, ohne sich dagegen zu wehren. So, wie der hörige Moslem es nun einmal tut.

Wie gewohnt haben die Erdogan-Anhänger für jeden haarsträubenden Plan der islamistischen Regierung die passende Ausrede: "In den USA gibt es doch auch das Präsidialsystem! Warum findet ihr das dort gut und bei Erdogan findet ihr es schlecht? Doch nur, weil er Moslem ist!" Nun...Erdogan geht es aber nicht darum, eine nächstbessere Lösung für die Demokratie zu finden, sondern darum, die Möglichkeiten der Demokratie auszunutzen, um sich der Diktatur zu nähern, wie der Wolf im Schafspelz.

Obwohl meine Familie im Vergleich zu vielen anderen deutschtürkischen Familien liberal war, bekam auch ich zu spüren, was galt, wenn die konservativere muslimische Verwandtschaft zu Gast war: Mund halten. Ja sagen. Ein subtiler psychischer Druck, dem sich viele Deutschtürken hingeben, statt nein zu sagen. Nein zur Instrumentalisierung des Glaubens. Nein zur Unterdrückung meiner Selbst. Nein zur Macht derer, die den Glauben auf den Lippen, nicht aber im Herzen tragen.

Wir erinnern uns an einen Auftritt Erdogans in der Kölnarena. Sie sollen sich nicht "assimilieren", befahl er der blinden Masse, die alles tun würde was er sagt. Einen so großen Einfluss hat er auf sie. Die Integration läge in seinen Händen. Er hätte sagen können: Integriert euch! Verschließt euch nicht der deutschen Gesellschaft! Öffnet euch und nehmt euch an der deutschen Kultur ein Beispiel für euren eigenen Fortschritt! Aber es ist nunmal nicht der Fortschritt, der seiner islamistischen Politik Wählerstimmen einbringt. Es ist der Rückschritt. Deswegen: "Assimiliert" euch nicht! Das heißt, wenn wir all' die Begriffsgymnastik rausnehmen, die er damals geschickt angewandt hat, um von der eigentlichen Forderung abzulenken, die nunmal viel zu peinlich ist, um dazu zu stehen: Integriert euch nicht! Denn der nichtintegrierte Deutschtürke würde ihn weiterhin auf dem Weg hin zur islamistischen Diktatur unterstützen. Und das taten sie. Auch heute, unzählige Korruptionsfälle und hunderte verhaftete Journalisten später, werden sie ihn bejubeln. Ihn, der ihnen das Gefühl gibt, sie groß zu machen, sie in Wahrheit aber klein macht.

Das Heimtückischste bei dem Ganzen ist, dass er sich dabei auch noch als Demokrat feiern lässt. Auch seine Anhänger fühlen sich nun "demokratisch". Sie, die weder in dem Land, in dem sie leben je wählen gegangen sind, noch die Wahlen in ihrem "Heimatland" je interessiert haben, bis jemand kam, der in einer Sprache des kleinen Mannes sprach, seinen fundamentalen Glauben, seinen Rassismus und seinen Hass gegenüber dem Weltlichen, dem Westlichen und dem Deutschen aufgriff. "Tuba, du akzeptierst keine anderen Meinungen," sagte mir meine Schwester, die sich auch für den einfacheren Weg entschieden hat. Doch Hass ist keine Meinung.

Die deutschtürkische Jugend, die sich innerhalb dieses rassistischen Rahmens zum ersten Mal traut, politisch zu sein, freut sich über die neue islamistische Elite, die sich paradoxerweise "Union Europäisch-Türkischer Demokraten" (UETD) nennt und die die Erdogan-Auftritte in Deutschland veranstaltet. Dabei sind sie alles andere als europäisch und schon gar nicht demokratisch. Doch nach außen hin machen sie einen wahnsinnig modernen Eindruck, so wie sie sich sprachlich ausdrücken können, und mit schicken Anzügen kleiden, weswegen sie gerne von Deutschen auf Podiumsdiskussionen eingeladen werden, die Hoffnung in sie stecken. Doch sie sind nichts weiter als die islamistische Diktatur im Schafspelz der Demokratie.